Schüler*innen des Alber Einstein Gymnasiums treffen auf die harte Realität von Unsicherheit

Derzeitig herrschen unzählige Unruhen auf der ganzen Welt: Kriege, instabile Regierungen, Armut, Korruption, Kriminalität aber auch Umweltkatastrophen.  Diese Bedingungen führen viele Menschen zur Frage: „Haben wir Sicherheit in Deutschland?“.

Zur Beantwortung der Frage und Aufklärung über die aktuelle Sicherheitslage besuchte am 26. März 2026 der Jugendoffizier/Referent für Sicherheitspolitik Herr Hapke die Schüler*innen des Albert Einstein Gymnasiums, im Auftrag der Bundeswehr.

Wer ist Herr Hapke?

Zu Beginn stellte der Hauptmann seinen Werdegang innerhalb der Bundeswehr den Schüler*innen vor kurz vor und betonte in diesem Zusammenhang, dass er den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gewählt habe, um „über die Relevanz der Sicherheitspolitik aufzuklären“. Dabei stellte Herr Hapke klar, dass es nicht sein Ziel wäre, Werbung für die Bundeswehr zu machen.

Was ist Sicherheit?

Die anschließende Präsentation leitete der Referent mit verschiedenen Fragen zu den Berührungspunkten der Schüler*innen mit der Bundeswehr ein.  Zugleich kam die Frage auf, was denn Sicherheit sei. Herr Hapke definierte es als einen individuellen Zustand. Als Beispiel beschrieb er, dass eine Frau in der Nacht und alleine auf der Straße mehr Angst habe, als ein Mann. Entsprechend könne jeder seinen eigenen Eindruck zur Deutschen Sicherheitspolitik haben.

Problemfelder der Deutschen Sicherheitspolitik

Es gibt verschiedenste Themenbereiche, mit der sich die Deutsche Sicherheitspolitik befasst. Hapke führte Terrorismus an, er sprach von dem Anschlag am  7. Januar 2015, in Frankreich auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“. Dies solle das Zeichen setzen, dass sich auch Deutschland zukünftig auf solche Anschläge vorbereiten muss. Hinzu kamen Umweltkatastrophen, da drunter Brände und Überschwemmungen. Des Weiteren sprach er über Pandemien, so wie Corona und die daraus resultierenden Folgen. Auch Cyberbedrohungen, wie zum Beispiel rechtsextrem motivierte Kriminalität, würden immer mehr zum Problem werden.

Ein Schüler stellte die Frage, warum nur die rechtsextreme Gruppe von Hapke als Problem der deutschen Sicherheit angesehen werde und nicht auch die linksextreme Gruppe. Der Referent erklärte auf Basis von Polizeistatistiken, dass weitaus mehr Anschläge aus rechtsextremer als aus linksextremer Motivation ausgeübt werden. Wodurch Linksextremismus kein zentrales Problemfeld darstelle, trotzdem betont der Jugendoffizier, dass Extremismus jeglicher Art nicht zu akzeptieren sei.

Globale Herausforderungen

Mithilfe von Bildern und Geschichten, welche Problemzustände abzeichnen, sensibilisierte Hapke die Zuhörer für die herrschenden Konflikte auf der Welt. Er zeigte, dass sich die globalen Schwierigkeiten mit denen in Deutschland decken. Folgen des Klimawandels seien anhand der Ausbreitung der Wüste, spezifisch auf dem afrikanischen Kontinent, zu sehen. Knappheit von Ressourcen und die damit einhergehende Überbevölkerung seien ebenso ein Thema, wobei Hapke die Käfigmenschen in Hongkong als Beispiel nahm. Diese würden in der Metropole 200€ für ca. 2m² (Stand 2017) an Wohnfläche bezahlen. Ebenso gehörten Waffenhandel, Nuklearbedrohungen zu den weltweiten Problemfeldern. Die Folge aus solchen Krisensituationen seien Flüchtlinge, welche auch hier in Deutschland Schutz suchen.

Zuständigkeit der Bundeswehr

Zu den Aufgaben der Bundeswehr gehört es das Land zu verteidigen, die Bündnisarbeit zu fördern, den Heimatschutz zu sichern, Geiseln zu retten und humanitäre internationale Hilfe zu leisten. Wobei die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist und deshalb ausschließlich bei einer einfachen Mehrheit befugt ist auszurücken, erklärt Herr Hapke.

Wie sieht die Zukunft für Schüler von morgen aus?

Der Vortrag machte deutlich, dass die Sicherheit in Hinblick auf Frieden, Wohlstand, Bildung etc. nicht selbstverständlich ist und warum es wichtig ist, sich frühzeitig mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Den Schülern ist durch die anschauliche Vortragsweise von Herrn Hapke bewusst geworden, dass sie ebenfalls in Zukunft mit diesen Konfliktfeldern konfrontiert werden.

Leon Petz, 10E