„Wir fliegen zum Mars“, mit dieser ambitionierten Ansage gingen wir, der MINT-Projektkurs Klasse 11, am Mittwochmorgen auf Reise. Da Mars dann doch als Ziel ein bisschen zu weit gegriffen war, entschieden wir uns doch lieber nach Köln zu fahren.

Eine kleine Rolle konnte die Raumfahrt auf der Exkursion dann doch noch einnehmen, denn die Enddestination sollte das Europäische Astronauten-Ausbildungszentrum (EAC) in Köln-Porz sein. Die Entfernung zum Ziel wurde dann leider doch nicht mit der Rakete überwunden, aufgrund des fehlenden Startplatzes in Neubrandenburg musste die Gruppe notgedrungen auf Züge zurückgreifen. Auf der Zugfahrt erhielt die Crew noch geplanten Zuwachs von Raumfahrtbegeisterten vom Carolinum aus Neustrelitz und dem Primo-Levi-Gymnasium aus Berlin.

Die dreitägige Reise wurde vom DLR in Neustrelitz organisiert und fand im Rahmen eines dort angesiedelten Projektes statt. Während diesem Projekt führen die Schüler aus den drei Schulen eine Machbarkeitsstudie durch, ob und wie eine Marsmission in Zukunft aussehen könnte. Punkte wie der Zeitplan, die Energieversorgung, die Auswahl der Crew, das Raumschiff und mehr müssen betrachtet werden.

Die Tage am EAC waren gut gefüllt, mit Vorträgen, Führungen und der Mars-Projektarbeit. Highlights der zwei Tage waren zum Beispiel, dass wir uns Bereiche angucken konnten, in denen die Astronauten der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) auf ihre Mission auf der ISS vorbereitet werden. So konnten wir zum Beispiel ein 1:1 Übungsmodell des Columbusmoduls auf der ISS betreten, einen Blick in die LUNA-Halle werfen oder mithilfe von Virtual Reality selbst durch die ISS schweben. Auch die Vorträge gaben uns wissenswerte Einblicke in die Arbeit der ESA, beispielsweise der Forschung auf der ISS, dem Training der Astronauten oder der Unterstützung für die Astronauten während des Ausbildungsprozesses.

Auch wenn es dann doch nicht zum Mars ging, war der Mars während der zwei Tage dauerhaft präsent, wie zum Beispiel während der Vorstellungen und der Arbeit an den einzelnen Teilen unserer Machbarkeitsstudie. Galaktisch war auch die Zusammenarbeit der Schüler, auch wenn sie aus unterschiedlichen „Welten“ kamen. Am Ende unserer Reise wollen wir noch ein riesengroßen Dank an Herrn Schön und Herrn Seide der Chefausbilder der ESA in Köln, die alles vor Ort organisiert und uns begleitetet haben, und an Frau Gerwien und Herrn Tewes aus Berlin, die uns eine sichere und behütete Reise zum Mars ermöglichen, senden.

Hannelene Giebel – TG Lck