Lesson learned oder hinterher ist man immer klüger

2025 hat’s nicht geklappt, 2026 sollte es klappen, wir wollten mindestens einen 1. Platz von den Landesmeisterschaften der Schulschachmannschaften aus Stralsund mitbringen. Immerhin wurde das AEG nicht nur durch 15 Schüler, die im Rahmen von GTS Schach spielen, vertreten, sondern noch durch fünf weitere Spitzenspieler. Wir sind also mit 4 Mannschaften angetreten: in der Wettkampfklasse (WK) II, das sind die älteren, eine sechsköpfige, in der WK III (nicht vor 2011 geboren) zwei vierköpfige und in der WK IV (nicht vor 2013 geboren) eine vierköpfige.

Wir wollten alle Mannschaften so gut wie möglich besetzen, deshalb haben wir Hannes Schröder, der in WK III spielberechtigt ist, in die WK II gesetzt. Leider musste sich Marek Bielewicz aus der WK II krank melden, ersetzt haben wir ihn nicht durch den besten Spieler der WK III, sondern durch einen etwas schwächeren. Obwohl der an Brett 1 spielende Jakob Herrmann 7 Punkte aus 7 Partien erreichte, und obwohl der an Brett 2 spielende Hannes Schröder 6,5 Punkte aus 7 Partien erreichte, wurde die Mannschaft WK II „nur“ Dritter. Die etwas gleichmäßiger besetzte WK III/1 wurde Zweiter. Ob sie wohl Meister geworden wäre, hätte Hannes da an Brett 1 gespielt?

Die zweite Mannschaft WK III hatte nach dem Ausfall von Marek nur noch 3 Spieler, d.h. in jeder Runde war eine Partie schon verloren. Unter diesen Umständen ist der 7. Platz eine starke Leistung. Unsere jüngste Mannschaft hat mit dem Manko zu kämpfen, dass sie – obwohl getrennt gewertet – in einer Turniergruppe mit der WK III antreten musste – und das obwohl die Jungs ohnehin schon in ihrer WK die jüngsten waren. Nach starkem Beginn ließ die Konzentration nach, so dass sie auf dem 5. Platz landete, nicht auf dem geplanten 2. Platz, der die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften bedeutet hätte.

Was haben wir gelernt? Wir haben die Spitzenspieler, aber es gibt Schulen im Land, die Mannschaften aufstellen können, die auch an den unteren Brettern noch ziemlich stark sind. 2027 werden wir die Kräfte besser bündeln.

Für den Betreuer aber am schönsten war die durchweg positive Stimmung. Alle Teilnehmer hatten sichtlich Freude am königlichen Spiel, genossen den Wettkampf und tauschten sich sowohl untereinander als auch mit den Gegnern über die Partien aus, Richtig gut war auch, dass die data experts gmbh uns einen Bus sponserte. Wir hatten sogar noch Platz für die ganz kleinen Schachspieler aus der Grundschule „Kletterrose“ in Burg Stargard, die waren recht müde am Abend des Tages. Darüber hinaus haben wir noch andere Schachspieler mitgenommen – eine Mannschaft aus dem Anderen Gymnasium. Zum Dank dafür wurden sie in der WK IV Zweite.