Startseite > Die Entstehung von Instagram
30.10.2020

Die Entstehung von Instagram

Instagram

Menschen auf der ganzen Welt nutzen die beliebte Social Media Plattform „Instagram“ täglich. Sie schauen sich Fotos und Videos an, schreiben Kommentare oder verteilen Likesund Follows. 2018 meldete das Unternehmen eine Milliarde Nutzer weltweit und in Deutschland alleine besitzen über 17 Millionen Menschen ein Profil bei der Plattform. Instagram ist beliebter denn je und bringt regelmäßig neue Funktionen heraus, die die Nutzer begeistern. Habt ihr euch aber eigentlich schon mal gefragt, wie diese App, mit der ihr täglich eure Zeit verbringt, entstanden ist? Wusstet ihr, dass das erste jemals auf „Instagram“ veröffentlichte Bild den badelatschentragenden Fuß der Freundin des Gründers neben einem Hund zeigt und mit der Unterschrift „test“ veröffentlicht wurde? Nein?                                                                         Dann ist dieser Artikel genau das Richtige für euch!

Der Gründer von „Instagram“ heißt Kevin Systrom. Er wurde am 30. Dezember 1983 im US Bundesstaat Massachusetts, genauer gesagt in Holliston (einem Ort in der Nähe von Boston), geboren. Als Kind interessierte er sich für Videospiele und begann so Stück für Stück auch eine Vorliebe für das Programmieren zu entwickeln. Außerdem liebte er die Musik (besonders die Schallplatten) und arbeitete als Schüler nebenbei als DJ in kleineren Clubs.                                                                                                                                       Nach seinem High-School Abschluss nahm Systrom ein Studium an der Stanford University im Bereich Informatik (Computer Science) auf, welches ihm aber bald zu theoretisch wurde. Deshalb wechselte er in einen praktischer ausgerichteten Studiengang, der sich mit Management und Ingenieurwesen auseinandersetzte. Schon während seines Studiums entwickelte Systrom nebenbei Apps für seine Kommilitonen und Freunde. Eine davon war eine Anwendung zum schnellen Teilen von Bildern. Neben der Vorliebe für Informatik und Musik entdeckte er dabei seine Leidenschaft für die Fotografie.                                                                                                                                                                            Aus diesem Grund ging Kevin Systrom 2006 nach Italien, um sich dort genauer mit der Kunst im Allgemeinen und der Fotografie im Speziellen zu beschäftigen. Dieser Auslandsaufenthalt inspirierte den Gründerauch für das spätere Logo von Instagram. Denn einer seiner italienischen Professoren zeigte ihm während dieser Zeit „Holga“. „Holga“ ist eine preisgünstige Kamera, die mit einem Film arbeitet und relativ leicht zu bedienen ist. Eine Art Zeichnung dieser Kamera wird später in verschiedenen Ausführungen das „Instagram“-Logo darstellen.                                                                                                                          Nach seiner Studienzeit in Europa ging Kevin Systrom zurück nach Palo Alto, um dort sein Studium an der Stanford Universität wiederaufzunehmen. Ein Jahr vor seinem Abschluss machte er jedoch noch einen kleinen „Abstecher“ und absolvierte ein Praktikum bei der Podcast Firma „Odeo“, die übrigens durch einen der späteren Gründer des sozialen Netzwerks „Twitter“, Evan Williams, entstanden ist. Dort freundete er sich auch mit dem künftigen Leiter des „Kurznachrichtendienstes“ an.                                                                                                                                                                                     Kurz darauf machte Systrom seinen Abschluss in Stanford und nahm eine Stelle bei dem Technikunternehmen „Google“ an. Nach zwei Jahren verließ er diese Firma jedoch wieder, da er eine Idee für ein eigenes soziales Netzwerk entwickelt hatte. So kam es, dass bald darauf ein Netzwerk namens „Burbn“ von ihm veröffentlicht wurde. Der Name der Anwendung ist inspiriert von der Whiskey Sorte „Bourbon“, welchen Systrom gerne trank. Die App an sich sollte grob gesagt dazu genutzt werden, sich mit Freunden zu verabreden. Man konnte Standorte teilen, Check-Listen anlegen, Pläne schreiben oder Fotos des Treffpunktes verschicken. Diese Idee, die auf den ersten Blick sehr nützlich aussieht, wurde aber kein Erfolg. Dennoch trauten sich vier Unternehmer und investierten kurz nach Veröffentlichung des Dienstes in Systroms Arbeit. Diesem war währenddessen aufgefallen, dass nicht seine gesamte Idee bei den Anwendern durchgefallen war. Die Leute nutzten immer stärker die Funktion zum Teilen von Bildern.                                                                                                                                                                                        Um besser entwickeln zu können, schloss Kevin Systrom sich bald darauf mit dem Stanford Absolventen Mike Krieger zusammen. Gemeinsam entschieden sie sich, bei der Verbesserung von „Burbn“ nur noch auf die Fotofunktion zu konzentrieren. Doch ein Problem hatten die beiden Programmierer immer noch: Wie sollte ihre App mehr Aufmerksamkeit bekommen?                                                                                                        Die Lösung ist etwas, was heute für die meisten eine der wichtigsten Funktionen ist, wenn man ein Bild auf „Instagram“ hochladen möchte. Gemeint sind die sogenannten „Filter,“ mit denen man beispielsweise Hautunreinheiten verschwinden lassen oder die Belichtung eines Fotos anpassen kann. Auf diese Idee kamen die Gründer, da sie mitbekommen hatten, dass manche Nutzer von „Burbn“ schönere Fotos als andere hochluden. Der Grund dafür waren externe Apps, mit deren Hilfe die Bilder vor dem Teilen bearbeitet wurden.                                                                                                                                                       Systrom und Krieger begannen also eine Filter-Funktion in ihre Anwendung einzuarbeiten, die Aufsehen erregen sollte.                                                                                                                                                                                            Im Jahr 2010 wurde dann die Weiterentwicklung von „Burbn“ unter dem Namen „Instagram“, was für die Kurzform von Instant Telegram steht, veröffentlicht. 

Wie diese Erfolgsgeschichte weiterging, sehen wir heute alle auf unseren Smartphones. Instagram bestimmt sogar das Leben einiger Leute. Die sogenannten „Influencer“ verdienen Geld mit dem Hochladen von Fotos oder kurzen Videos, in denen sie Produkte von Firmen testen oder präsentieren. Dieser neue Beruf wurde schnell zum Traum vieler Jugendlicher, aber auch ohne das Millionen Menschen die eigenen Beiträge verfolgen, macht Instagram Spaß und hilft zusätzlich dabei, mit Freunden in Kontakt zu bleiben sowie neue Leute mit gleichen Interessen kennen zu lernen. Wobei hierzu gesagt sei, dass nicht jeder Account, der auf den ersten Blick seriös scheint, auch wirklich vertrauenswürdig ist. Mit ein wenig Vorsicht ist Instagram dennoch ein beliebter und nützlicher Begleiter, dessen Geschichte leider viel zu wenig Nutzer kennen. Wir hoffen, dass euch dieser Artikel geholfen hat, diese Wissenslücke zu schließen.: ) 

PS: Falls ihr Lust habt, könnt ihr natürlich auch dem Instagram-Account unserer Schule folgen. Bei @aeg.nb findet ihr täglich den Vertretungsplan, Informationen zu Veranstaltungen und vieles mehr. Wem das noch nicht reicht, der kann auch gerne unseren Jugendchor unter @aeg.chor abonnieren. Auch hier gibt es regelmäßige Informationen zu Veranstaltungen oder ab und an auch kleine Einblicke in die Proben des Chores.  

Photo by NeONBRAND on Unsplash

^