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07.09.2021
Thema: Musik

Jahrgang 10 besucht die Generalprobe der Neubrandenburger Philharmonie

Nachdem es endlich wieder möglich ist, Musik und Musiker live zu erleben, konnten alle 10. Klassen am 2. 9. die öffentliche Generalprobe des 1. Philharmonischen Konzertes dieser Spielzeit besuchen und unsere Neubrandenburger Konzertkirche als außerschulischen Lernort erleben. Frau Scheller und Frau Henze konnten 103 der begrenzten Karten ergattern, denn alle Zuhörer*innen mussten auf Abstand sitzen. So ergab sich auch, dass sich die Schüler*innen des AEG von der Orgelempore über das Parkett bis hin zum Sparkassenrang durch den ganzen Zuschauerraum verteilten und das Orchester, den Dirigenten und die Instrumente aus allen Perspektiven erleben konnten.
In immerhin anderthalb Stunden Live-Musik erklang zunächst das verschmitzt-fröhlich wirkende Werk „Divertissement“ aus den 1920er Jahren vom französischen Komponisten Jaques Ibert. Im Anschluss brachte uns der Bandoneon-Spieler Lothar Hensel sein seltenes Instrument durch die Suite „Punta del Este“ für Bandoneon und Orchester näher. Dies ist ein Werk des für seine Tangomusik bekannten Komponisten Astor Piazolla, der im März diesen Jahres 100 Jahre alt geworden wäre. Zum Abschluss erklang die romantische Sinfonie Nr. 4 von Felix Mendelssohn-Bartholdy.  

Dirigent Sebastian Tewinkel im Gespräch mit dem Bandoneon-Solisten, Perspektive von der Orgelempore



Eindrücke des Jahrgangs 10:

„Ich empfand das Konzert als gute Abwechslung für den „normalen“ Schulalltag, aber auch als ein gutes Beispiel, um wieder in die klassischere Musik zurückzufinden. Das erste Werk war meiner Meinung nach das Beste, ich denke mal, weil die Konzentration am Anfang noch am größten war und zum Ende etwas nachließ. Von hinten auf die Noten zu gucken, war irgendwie noch mal anders als sonst, interessanter. Wir hatten hinter uns leider Leute, die über alles – auch sehr grenzwertige Sachen – geredet haben, was ziemlich gestört hat.“

„Ich fand das Gespräch zwischen dem Bandoneon-Spieler und dem Dirigenten interessant, da man dort viel über das Instrument lernte.“

„Am vergangenen Donnerstag besuchten wir die Generalprobe des 1. Philharmonischen Konzerts. Die Konzertkirche war für Maßstäbe unter der Corona-Pandemie gut gefüllt. Vor allem ältere Herrschaften hörten sich die Stücke Jaques Iberts, Piazollas und Mendelssohn-Bartholdys an. Das musikalische Programm war abwechslungsreich gestaltet, was ich als sehr angenehm wahrgenommen habe. Die Konzertkirche war für die Violinen, Violen, Celli, Kontrabässe, Klarinetten, Hörner, Fagotte, Trompeten, die Posaune, das Schlagzeug, Pauken und dem Flügel ideal geeignet und brachte die Töne gut zur Geltung. Der Dirigent hat die Musikstücke überzeugend herübergebracht und vermutlich auch die Instrumentalisten musikalisch sicher durch die ein anderthalb Stunden geführt. Zudem ist mir positiv aufgefallen, dass auch der Bandoneon-Spieler zusammen mit dem Dirigenten die Umsetzung einiger Takte noch während des Konzerts verfeinerte. Dies unterstreicht, meiner Meinung nach, die Lockerheit während der Generalprobe.
Alles in allem finde ich, dass der Besuch des Konzerts ein gelungener und empfehlenswerter Ausflug war. Doch leider fand ich es von einigen Mitschülern unhöflich, währenddessen sich auffallend laut zu unterhalten. Die Musiker arbeiten lang und hart auf ein Konzert hin und es ist unangebracht, ihre Bemühungen nicht zu honorieren, auch wenn es nur eine Generalprobe war.“

„Ich fand es schön und die Handbewegungen vom Orchesterführer waren für mich interessant.“

„Ich habe während des Konzertes so gegessen, dass ich die Musizierenden von hinten und den Dirigenten von vorne betrachten konnte, was für mich eine ganz neue Erfahrung gewesen ist. Dadurch zeichnete sich für mich die Interaktion des Dirigenten mit den Musizierenden klarer ab. Während eines Großteils des Konzertes hat die Musik bei mir ganz ausdifferenzierte Bilder erzeugt; insbesondere beim ersten Stück habe ich auch das ein oder andere Mal die Augen geschlossen und konnte mir ganz bestimmte Situationen vorstellen. Zudem fand ich es sehr interessant, was der Bandoneon-Spieler zu erzählen hatte und der Klang des Instrumentes hat mir ebenfalls gefallen. Besonders eindrucksvoll fand ich es, dass wir aufgrund dessen, dass es sich um eine Generalprobe handelte, dabei sein konnten, wie die Musizierenden noch an ihrer Umsetzung der Stücke gefeilt haben.

„Die Stücke mit dem Bandoneon waren für mich auf jeden Fall ein Highlight.“

„Ehrlich gesagt, fand ich es nicht energielos, aber relativ öde, da ich den Musikstil nicht gerne höre. Er hörte sich stark nach Klassik an, welchen ich sehr uninteressant finde. Für mich wurde es nach einer halben Stunde relativ anstrengend zuzuhören, was daran liegt, dass diese Musik wegen der Streicher usw. etwas schrill klingt. Es wirkt etwas aufbrausend, aber nicht ruhig. Es könnte aber auch einfach daran liegen, dass ich zu dicht daran saß. Trotzdem waren die Plätze, auf denen wir saßen, mal etwas Anderes und außerdem abwechslungsreich. Es war mal etwas Neues, hinter dem Orchester zu sitzen, nicht davor. Von dieser Position konnte man jeden Musiker und sein Instrument gut erkennen und auch heraushören. Die Schüler in meiner Nähe haben sich der Situation angemessen benommen, außer einer. Von meiner Position aus, konnte man die Schüler in den oberen Rängen sehr gut beobachten und die meisten, bis auf ein paar Ausnahmen, haben sich benommen. An sich habe ich etwas Anderes erwartet, aus diesem Grund, wurde ich wahrscheinlich negativ überrascht. Gut gefallen haben mir die ersten 30 Sekunden von dem Bandoneon. Der Dirigent hat einen guten Job geleistet, obwohl ich etwas schmunzeln musste, als er anfing zu dirigieren. Da ich schon öfter in der Konzertkirche ein- und ausgegangen bin, war es nicht sonderlich besonders für mich.“

„Das Konzert war insgesamt sehr harmonisch, und den Musikern beim Spielen ihres Instruments zuzusehen, war interessant.“

„Das Konzert brachte etwas Abwechslung in den Schulalltag, eine gute praxisnahe Auseinandersetzung mit dem Tango. Ich empfand es jedoch als zu lang, hin zum Ende wurde es langweilig. Die Atmosphäre war sehr beruhigend, wenn auch ein paar Schüler gestört haben. Besonders die Vorführung des Bandoneons gefiel mir sehr.“

„Ich fand die Eindrücke, die die Stücke vermittelt haben, sehr interessant und abwechslungsreich. Auch den Dirigenten zu beobachten, war eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich habe Tango in dieser Form auch noch nie live gesehen. Allerdings wurde es für mich nach einer Zeit schwer, konzentriert das Konzert weiter zu verfolgen. Da haben die Wechsel der verschiedenen Musikinstrumente und der Auftritt des Bandoneon-Spielers für eine gewisse Abwechslung gesorgt. Insgesamt war der Ausflug ein schönes Beispiel zum praktischen Tango.“

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