Rhetorikwettbewerb 2019

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Es ist wieder diese Zeit, ...
...in der wir nicht nur Besinnliches hören, sondern die uns gleichwohl auch herausfordert. 

So fand Jettes Appell an unsere Verantwortung für unseren Lebensraum nicht nur in den Ohren, vielmehr auch in den Herzen der Zuhörer*innen Widerhall. Sprachlich unglaublich stark zeigte sie uns und den Juroren des 12. Jahrgangs, Felicitas, Berenike, Alina, Lina und Paul, gleich zu Beginn auf, welche Konsequenzen aus unserem ignoranten Umgang mit den Ressourcen folg(t)en (/werden). 

Jonas knüpfte an dieses Gefühl der "tickenden Uhr" an und widmete sich multiperspektivisch dem Phänomen Zeit. 

Im Anschluss gewann uns Jannes durch seine tiefrgründige Rede über den Umgang mit "Hatespeech", wobei er analytisch stark die Herausforderungen und Potenziale der Nutzer sozialer Netzwerke ansprach und konkrete Handlungsaufforderungen an uns stellte.

Während Vincent sich in seiner Rede thematisch der menschenverachtenden, radikalen Auslegung von Religion und damit dem "Hass durch Religion" zuwandte, warf er doch eine ähnlich globale Frage auf wie seine Vorredner*innen, die er mit einem Zitat von Bodo Wartke aus seinem Lied "Nicht in meinem Namen" resümierte:

"Ihr verwandelt diesen Planeten in einen finst‘ren unduldsamen
und verschandelt das Ansehen all derer, die in Frieden kamen.
Es wird Zeit, dass euch einer standhält, eurem Wahn, diesem grausamen.
Denn ihr handelt nicht in meinem Namen!
[...]
Shalom, Inschallah, Amen."

Sowohl Danielle-Anastasia als auch Pauline verwiesen lebendig und wortgewandt auf UNS,UNSER Denken und UNSER Handeln, wenn wir dem Hass begnen wollen, der uns unserer Tage in ungeahnter Wucht in den digitalen Sphären mit seiner hässliche Fratze entgegengrinst. 

Abschließend lud uns Ben ein mit ihm über Narrative nachzudenken und diese gleichsam neu zu entdecken. Seine kleine "Geschichte des Kommunismus" erinnerte uns daran, wie nah wir dem Fernen gekommen sind und uns gleichzeitig einander doch so sehr entfremdet haben. Ohne zu korrumpuieren zielte er mit seiner Rede nicht nur bei den Juror*innen ins Schwarze, sondern verwies auf das, was unsere Gemeinschaft tragen sollte: Freiheit, Zusammenhalt und Hoffnung.

 

Wir danken den Redner*innen für ihre Denkanstöße und der Jury für ihre wertschätzenden Worte.

 

Es ist wieder diese Zeit, ...
...in der wir nicht nur Besinnliches hören, sondern die uns gleichwohl auch herausfordert. 

 

i.A. Faschschaft Deutsch (Beate Nitzsche und Anika Krause)