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Leuchtturmwettbewerb 2018

Am 6. März 2018 fand an der Universität Rostock  der Leuchtturmwettbewerb im Fach Physik statt. Es nahmen Vertreter vieler Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern teil und ich war das erste Mal dabei.  Zuerst musste ich allerdings mit anderen Schülern der 10. Klasse einen Eignungstest absolvieren. Dieser wurde von Herrn Steinwehr  durchgeführt. Er ist an unserer Schule für den Wettbewerb zuständig und kam als Betreuer mit nach Rostock. Am Wettbewerb nahmen neben den Schülern der 10. Klasse auch die besten Schüler der Klassenstufen 11 und 12 teil.

Anders als sonst musste ich am Wettkampftag sehr früh aufstehen, da wir uns schon um kurz nach sechs Uhr am Bahnhof in Neubrandenburg trafen, um rechtzeitig anzukommen. Ich war sehr aufgeregt, da ich nicht genau wusste, was passieren wird. Wer aber denkt, dass wir uns im Zug ausruhen konnten, liegt falsch. Herr Steinwehr gab uns viele Materialien zum diesjährigen Thema „Weltraum“, damit wir uns noch besser vorbereiten konnten.  Nach mehrfachem Umsteigen kamen wir gegen Uhr an der Universität an. Dann ging es sofort los und wir mussten jeder für sich die Aufgaben der Vorrunde, alles Ankreuzaufgaben, lösen. Dies dauerte etwa 30 Minuten. Danach hatten wir bis etwa 12 Uhr Freizeit. Hier konnten wir uns Vorträge und eine Ausstellung mit vielen interessanten Fakten rund um den Begriff „Weltraum“ anschauen.

Nach einer kleinen Stärkung wurde es dann spannend, denn die Hauptrunde begann. Zuerst wurde die Vorrunde ausgewertet. Unsere Schule belegte den hervorragenden ersten Platz. Sogar der Preis für die beste Einzelleistung ging an unsere Schule. Joachim Schiller bekam den „Physikfuchs“, da er als einziger alle Fragen richtig beantwortet hatte. Im Anschluss mussten Vertreter der vier besten Schulen öffentlich physikalische Sachverhalte erklären. In dieser Hauptrunde belegte unsere Schule einen guten dritten Platz. Nach dem Wettbewerb bot sich uns die Möglichkeit, die Schauvorlesung „Feynman bricht ein.“  zu hören. In dieser besonderen Vorlesung verpackten Studenten physikalische Experimente und deren Erklärung in ein sehr humorvolles Theaterstück. Dann mussten wir leider die Rückfahrt antreten und waren kurz nach 18 Uhr  zurück in Neubrandenburg.

Es war ein interessanter, abwechslungsreicher. Aber auch anstrengender Tag und ich freue mich schon auf das nächste Jahr.  

Wassergeister: Das Böse aus der Tiefe?

Die Wassergeister oder auch Kelpies sind magische Wesen aus der schottischen und keltischen Sagenwelt. Oftmals treten sie in der Gestalt eines kräftigen, wunderschönen Pferdes auf. Sie können aber auch die Form von meist jungen, attraktiven Menschen annehmen.

 Das Wort Kelpie hat sich im Laufe der Zeit  als eine Art Oberbegriff für die vielen verschiedenen pferdeähnlichen Wassergestalten herausgebildet. Deswegen werden sie auch immer wieder unterschiedlich beschrieben, dargestellt und bezeichnet. Was man aber im Allgemeinen über Kelpies sagen kann, ist, dass fast jedem Gewässer, egal ob stehend oder fließend, die Existenz eines Wasserpferdes nachgesagt wird. Die Geschichten über die Pferde sind, entgegen dem was man annehmen könnte, keinesfalls welche, in  denen sie als gute Wesen dargestellt sind. Oftmals werden die Kelpies sogar als von Dämonen besessene Bestien beschrieben. Diese Bezeichnung ist den Sagen zufolge auch verdient.

Normalerweise verbringt das Wasserpferd seine Zeit am Ufer eines Sees oder Flusses. Die Menschen, die an dem Gewässer vorbeikommen, fangen an sich zu wundern, wer so ein prächtiges Tier zurücklassen würde. Es liegt  in der menschlichen Natur, sich alles nehmen zu wollen, was man begehrt. Also versucht der Mensch in den meisten Fällen auf den Rücken des Rosses zu klettern. Wer dies versucht, ist dem Untergang geweiht. Denn sobald der Mensch auf dem Rücken des Dämonen sitzt, prescht es zur tiefsten Stelle des Gewässers. Der Reiter ist durch eine klebrige Flüssigkeit auf dem Rücken des Tieres gefangen und kann nicht mehr abspringen. Das Kelpie ertränkt ihn, zerreißt sein Opfer in Stücke und verschlingt es bis auf die Leber. Diese lässt es auf der Wasseroberfläche treiben, damit die ansässigen Bewohner wissen, dass es wieder ein Opfer gefordert hat.

Diese grausigen Geschichten wurden erzählt, damit vor allem Kinder Abstand vom Wasser halten. Deswegen gibt es auch eine Sage, die sich speziell  auf Kinder bezieht. In ihr erscheint das Kelpie als niedliches Pony. Es läuft  am Strand auf eine Gruppe von spielenden Kindern zu. Diese wollen, als sie das Pony entdecken, alle auf seinen Rücken klettern. Damit alle Kinder Platz finden, verlängert das Kelpie sogar seinen Rücken. Auf diese Weise finden alle, bis auf einen Jungen, Platz. Das letzte Kind versucht das Tier zu streicheln. In dem Moment fängt das Wasserpferd an, die klebrige Flüssigkeit abzusondern. Der Junge versucht loszukommen. Als er dies nicht zu tun vermag, schneidet er sich mit einem Messer seine Hand ab. Der Knabe ist der einzige, der überleben kann. Seine Freunde werden von dem Wassergeist in die Tiefen des Sees getragen und dort verspeist.

Man merkt schon, dass es den Menschen damals nicht an Kreativität und Vorstellungskraft gefehlt hat. Einige Forscher sagen, dass diese Geschichten und Mythen aus Überlieferungen von Opfergaben und Festen an die alten Wassergeister und Götter entstanden sind. Also haben die Menschen, nachdem sie aufgehört hatten, an viele Götter zu glauben und sich dem Christentum anschlossen, die Opferfeste immer mehr entfremdet und ihnen wilde Ausschweifungen angedichtet. Am Ende sind aus diesen fantasievollen „Nacherzählungen“ die Sagen von den Kelpies entstanden.  

Der Eurovision Song Contest 2018

 

Jedes Jahr sitzen Millionen von Europäern vor ihrem Fernseher und hoffen, dass der von ihnen gesandte Musiker den Sieg mit nach Hause bringt. Der ESC ist eines der größten Musik-Events auf der Erde und wird von rund 200 Millionen Menschen verfolgt. Im Durchschnitt lag die Einschaltquote in 40 Ländern damit bei 39,8 Prozent. Die höchste Einschaltquote hatte Island mit rund 95%, bei uns in Deutschland waren es 34%.

Wenn man sich Deutschland im Laufe des ESC anguckt, merkt man, dass es eine sehr große Spannbreite an Ergebnissen gibt. Vom letzten bis zum ersten Platz haben sich unsere Kandidaten gesungen. Beim ersten ESC ist Freddy Quinn für uns an den Start gegangen und gewann leider nicht. Seine genaue Platzierung ist auch nicht bekannt, da damals nur der Sieger genannt wurde. In den folgenden Jahren konnten sich nur zwei deutsche Musiker an die Spitze singen. Die erste war 1982 Nicole mit dem Lied „Ein bisschen Frieden“, ihre Nachfolgerin war Lena Meyer-Landrut 2010 mit ihrem Hit „Satellite“. Die letzten drei Jahre lief es leider nicht so gut. 2015 belegte Ann Sophie den 27. Platz im Finale, 2016 sang sich Jamie-Lee auf den 26. Platz und letztes Jahr schaffte Levina es immerhin, sich wieder um einen Platz zu verbessern. Wenn das so weitergeht, sind wir vielleicht in 23 Jahren wieder ganz oben angelangt.

Hoffnung gibt es trotz der Pechsträhne aber auch dieses Jahr. Der 27-jährige Singer-Songwriter Michael Schulte wird seinen Song „You Let Me Walk Alone“ in Lissabon (Portugal) performen und damit hoffentlich die Herzen der Menschen erwärmen. In dem Lied geht es um seinen verstorbenen Vater und wie sehr er diesen vermisst.

Michael Schulte lädt seit 2008 Videos auf YouTube hoch, in denen er Lieder covert oder seine eigenen singt. Im Jahr 2011 nahm er dann an der Castingshow The Voice of Germany teil und schaffte es bis zum dritten Platz. Im gleichen Jahr veröffentlichte er auch sein erstes Album. Seitdem hat er noch 10 weitere Alben rausgebracht. Er ist also kein Neuling in der Musikwelt, dies wird ihm bestimmt beim ESC zu Gute kommen.

Der Eurovision Song Contest 2018 findet vom 8. bis 12. Mai in Portugals Hauptstadt Lissabon statt, da der Portugiese Salvador Sobral 2017 gewonnen hat und der Wettbewerb den Regeln entsprechend immer in dem Heimatland des letzten Siegers ausgetragen wird. Dieses Jahr sind 43 Länder angemeldet, die erstmal in zwei Halbfinalen um einen Platz im Finale kämpfen müssen.

Auch 2018 werden bestimmt wieder viele Menschen vor ihren Fernsehern kleben und dieses Event gebannt verfolgen. Wir hoffen, dass Micheal Schulte sich gut schlägt und die Pechsträhne beendet.

Ein Buchklub in NB und die Leipziger Buchmesse

 

Ihr lest gerne? Oder hattet schon mal ein Buch in der Hand? Dann könnte das hier was für euch sein.

Es gibt nämlich ein kleines Haus in der Neubrandenburger Stadtmauer mit der Nummer 21, in dem sich  Mädchen und Jungs treffen, Süßigkeiten essen und Bücher lesen.               Genannt wird diese Gruppe der Buchclub der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. in Neubrandenburg. Ja, das ist ein altmodischer Name, aber egal. Wir treffen uns jeden Mittwoch ab 14 Uhr im oben genannten Wiekhaus. An sich geht es bei uns darum, Bücher zu lesen und zu bewerten, aber wir dürfen uns auch aus Katalogen Bücher aussuchen und einfach so zum Lesen bestellen. Nachdem alle Bücher bewertet wurden, werden Preise vergeben, sogenannte Luftis.  Das Ganze ist kostenlos, aber die Bücher müssen nach dem Lesen wieder zurückgegeben werden. Also normalerweise, denn mehrmals im Jahr wird aussortiert, und von diesen Büchern kann man dann so viele mitnehmen, wie man möchte. (Der Rekord sind über 30 auf eine Person!)                                      Und einmal im Jahr, meistens im März, geht es dann nach Sachsen, genauer gesagt nach Leipzig, denn dort findet die Leipziger Buchmesse statt und da darf der Buchclub natürlich nicht fehlen !

Die Geschichte der Leipziger Buchmesse reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück und seitdem befindet sie sich im ständigen Wettkampf mit der Frankfurter Buchmesse. Aber im Gegensatz zu dieser ist die Leipziger Messe schon immer für das normale Publikum offen und nicht nur für Fachbesucher. Außerdem gibt es in Leipzig noch parallel laufende Messen, wie die Antiquariatsmesse (ist deutlich cooler als es klingt), die Manga-/Comic-Con (die ist sehr bunt und wild, aber auch spannend)und Leipzig liest (das ist mehr eine Aktion als eine Messe). Dieses Jahr ging die Leipziger Buchmesse vom 15. bis 18. März und hatte 197.000 Besucher. Es gab 2.635 Aussteller aus insgesamt 46 Ländern! Der Buchclub war dieses Jahr natürlich auch wieder zu Besuch in den Leipziger Messehallen, in denen die  Buchmesse übrigens stattfindet. Alle hatten sehr viel Spaß dabei und kamen mit vielen neuen Büchern und Geschenken, die es massenhaft auf der Messe gibt und immer großzügig mitgenommen werden, nach Hause.

Wenn ihr jetzt Lust habt, mal im Wiekhaus vorbeizuschauen  und gleich mit dem Lesen anzufangen oder einfach mal probehalber zu kommen, würden wir uns sehr darüber freuen!                    

Solltet ihr aber einfach so Fragen  haben , stehen euch zum Beispiel die Mädchen der Klasse 8a zur Verfügung.

Der Bummelux erzählt vom Winterlager

Im tiefen, tiefen Riesengebirge, wo es die dichtesten Wälder, die höchsten Berge und die wildesten Tiere gibt, dort wohne ich. Ich bin der Bummelux.

Tagsüber schlafe ich unter dem Dach des Hotels Tetrivek, unweit des kleinen tschechischen Örtchens Velka Upa. Erst bei Einbruch der Dunkelheit schleiche ich mich hinaus und treibe mein Unwesen.

Alles könnte so schön sein, doch jedes Jahr zur selben Zeit wird diese Idylle zerstört. So auch dieses Jahr. An jenem kalten Wintermorgen riss mich das Brummen eines riesigen, langen Gefährts aus dem Schlaf und als ich kurz darauf ein furchtbares Gelächter und Gekreische vernahm, wusste ich, sie waren wieder da. Kinder! Oh, wie ich sie hasse. Wenn sie kommen, ist es vorbei mit der schönen Ruhe. Hektik bricht aus, alle laufen hin und her, ständig knallen die Türen, es ist eine einzige Tortur.

Direkt nach ihrer Ankunft war es besonders schlimm, denn während dann die einen noch ihre Koffer in eines der Nebenhäuser des Tetriveks schleppten, waren andere schon dabei, diese bunten Bretter, ich glaube sie nennen sie Skier, anzuprobieren.

Nach Sonnenuntergang dann begaben sie sich allmählich in den Speiseraum des Hotels, um endlich zu essen, doch nun begann erst der schlimmste Teil des Tages: Die ewigen Gesangsduelle, die sie jeden Abend austrugen. Bei dieser seltsamen Angewohnheit, die die Quälgeister schon seit Jahren zu tun pflegen, stehen jeweils zwei von ihnen vor einer riesigen Flimmerkiste und geben Geräusche von sich, dass sich die Balken biegen. Dieses ohrenbetäubende Gejaule gab mir nun endgültig den Rest und ich begann Rachepläne zu schmieden.

So quälten sie mich Abend für Abend. Die paar Stunden Ruhe, die ich tagsüber hatte, wenn die Nervensägen auf dem nächstgelegenen Berg Cerna Hora Ski oder Schlitten fuhren, reichten lange nicht aus, um mich von dem ganzen Stress zu erholen, und als am vierten Abend schließlich das Gejaule besonders laut und lang wurde, beschloss ich, es ihnen heimzuzahlen.

In dieser Nacht schlich ich mich in ihre Zimmer, wo ich für Verwirrung und Unordnung sorgte, indem ich ihre Schuhe vertauschte und einiges auf den Flur verschleppte. Mit Genugtuung beobachtete ich am nächsten Morgen ihre empörten Gesichter und die Ratlosigkeit, die sich breitmachte.

Einzig und allein Zimmer 10 wurde von mir verschont. Zu stark war der Büffelgeruch, der mir beim Betreten entgegenkam. Einst hörte ich die Skilehrer, die sich selbst Hezis nennen, sogar von einer ‚Gaskammer‘ reden.

Scheinbar wirkte meine Strafe jedoch nicht, denn schon am nächsten Abend kam es zum erneuten Tohuwabohu. Diesmal wurde wohl ein neuer Hezi im Kreise aufgenommen und mit großem Tamtam getauft, ganz zur Freude der jüngeren Quälgeister.

Am nächsten Morgen trafen sich alle bunt verkleidet, mindestens die Hälfte davon als Einhörner, vor dem Tetrivek und fuhren mal wieder hinauf zum Cerna Hora. Diesen eigenartigen Brauch nennen sie „Skifasching“, und obwohl ich dessen Sinn nie verstanden habe, war ich erleichtet, denn ich wusste, dass er immer am letzten Tag stattfindet.

Auch der Abend lief wesentlich gesitteter ab. Statt zu jaulen, saßen nun alle beisammen und sahen sich Bilder, die wohl in der vergangenen Woche entstanden sind, an.

Gegen 21 Uhr dann verschwanden sie schließlich alle wieder in ihrem seltsamen Gefährt und fuhren mit lautem Gehupe davon.

Und ich kann nun  endlich meinen verlorenen Schlaf nachholen und in meiner Idylle weiterleben. Zumindest bis zum nächsten Jahr, wenn das Spektakel von vorne beginnt.