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Eine Klassenfahrt nach Hamburg

 

Am Montag, dem 09.09.2019 um neun Uhr, versammelten sich 25 Schüler und zwei Lehrer des AEG am Bahnhof in Neubrandenburg, denn die Klassen 10a und 10b wollten auf Klassenfahrt gehen.In aufgeregter Stimmung machten wir uns auf in den ersten von drei Zügen, die uns nach viereinhalb Stunden Fahrt über Stavenhagen, Teterow und Güstrow sicher am Hamburger Hauptbahnhof absetzten.                                                                                                                                                                                             

Zu Fuß ging es weiter zum Hostel, wo wir erst einmal unsere Zimmer bezogen. Kurz danach liefen wir dann schon wieder zur Bahn, aber zum Glück dauerte die Fahrt nicht wieder vier Stunden, sondern nur 20 min und es lohnte sich. Kaum waren wir ausgestiegen sahen wir schon die Elbphilharmonie, das Wasser, viele Brücken und auch Boote vor uns. Mit einem dieser Boote ging es dann auf eine interessante Rundfahrt durch den Hamburger Hafen. Danach durften wir noch die Mönckebergstraße, ein beliebtes Einkaufsgebiet in Hamburg, erkunden, bis wir schließlich vollkommen erschöpft von diesem aufregenden Tag ins Hostel zurückkehrten.                                                                                                                                                                                          

Am nächsten Morgen besuchten wir nach einem ausgiebigen Frühstück das „Chocoversum“. In diesem Schokoladen- Museum der Firma Hachez erfuhren wir alles über die Herstellung von Schokolade und durften auch sehr viel probieren. Von der Frucht des Kakaobaumes über Kakaonips, also zerkleinerte Kakaobohnen, und Schokoladenrohmasse bis hin zu einem Schokoladenbrunnen und der fertigen Schokolade, wir durften wirklich alles testen. Der Höhepunkt war aber, dass wir sogar unsere eigene Zartbitter- bzw. Vollmilch-Schokolade herstellen und natürlich auch mit nach Haus nehmen durften. Am Nachmittag schauten wir uns dann noch den Elbtunnel an. Danach war es uns überlassen, was wir tun wollten. Einige gingen shoppen, manche besuchten den Hamburger Michel und wieder andere holten sich etwas zu essen und beobachteten einfach nur das Geschehen. Doch das Highlight des Tages fand am Abend statt, denn wir besuchten das Musical „Paramour“ vom Cirque du Soleil, das in der „Neuen Flora“ aufgeführt wird.  Mit beeindruckender Akrobatik, die auch für viel Nervenkitzel sorgte (zum Beispiel als zwei Männer über dem Publikum fliegend ihr Können zeigten, während sie sich jeweils nur an einem Band, das von der Decke hing, festhielten), viel Witz und tollen Schauspielern überzeugte uns „Paramour“ vollkommen und wir kehrten alle breit grinsend und immer noch fasziniert von der Inszenierung in unser Hamburger Zuhause zurück.                                                                                                                     

       Der nächste Tag begann ein wenig hektisch, denn wir hatten verschlafen. Zum Glück waren beim Frühstück trotzdem noch genug Plätze frei, sodass wir es dennoch pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt schafften. Heute ging es zum berühmten „Miniatur Wunderland“, das auch schon von vielen bekannten Personen wie Udo Lindenberg, Günther Jauch, Til Schweiger oder Kai Pflaume besucht wurde. Viele von uns waren aber noch nie dort und hatten deswegen auch keine Vorstellung, was sie dort auf rund 1500 Quadratmetern erwarten würde. Es ging erstmal „klein“ zu. In Schaukästen wurden im Miniaturformat und mit beeindruckender Liebe zum Detail wichtige Aspekte der deutschen Geschichte von der Steinzeit bis zum Zweiten Weltkrieg dargestellt. Dann ging es weiter nach Italien. Auf großen Flächen war unter anderem Rom mit dem Trevi Brunnen, dem Colosseum und allem, was sonst  noch dazu gehört, dargestellt. Auch die Küstengebiete des Landes konnte man bewundern. Doch dann kam der für mich beeindruckendste Bereich: Die Schweiz. Meterhohe, teils begehbare Berglandschaften, ein ausverkauftes DJ Bobo Konzert, Mittelalterfestspiele, Skigebiete, eine Seilbahn und vieles mehr war dort aufgebaut. Danach stoppten wir noch in Knuffingen (mit Rummel, Zeltplatzmord und Theateraufführung), Amerika, Hamburg und Schweden. Auch einen Bunker der Verschwörungstheorien, in dem beispielsweise gerade die Mondlandung gedreht wurde, gab es. Als Nächstes standen Gebäudebesichtigungen auf dem Programm.  Eine Gruppe bestieg den Turm des Hamburger Michels, die andere besichtigte das schöne Rathaus der Elbmetropole. Nach einer gemeinsamen Mittagspause teilten wir uns dann wieder auf. Während die eine Hälfte sich im „Hamburg Dungeon“ auf schaurige Weise mit der düsteren Hamburger Geschichte beschäftigte, ließ sich die andere Gruppe im „Museum der Illusionen“ die Sinne verwirren und machte tolle Fotos. Verhältnismäßig früh kehrten wir an diesem Tag ins Hostel zurück. Wir hatten aber keine Probleme, die Zeit rumzubekommen. Nach einem gemütlichen Treff im Foyer mit Trinken und vielen Sportdiskussionen zogen wir uns in die Zimmer zurück und spielten das beliebte Klassenfahrtspiel „Werwolf“ (für alle die das Spiel nicht kennen, fragt einfach mal eure Geschwister oder Freunde. Irgendwer kennt es auf jeden Fall ;))                                                                                                                                                        

 Der nächste Tag sollte leider schon der vorletzte unserer Klassenfahrt sein, aber trotzdem oder genau deshalb standen heute noch einige Erlebnisse auf dem Programm. Los ging es mit einer Führung durch die „HafenCity“, bei der wir auch das Glück hatten, einen Probealarm der Überflutungswarnsirene mitzuerleben und einen Blick in eine private Hamburger Universität zu werfen. Dann besichtigten wir das derzeitige Wahrzeichen der Stadt: Die Elbphilharmonie. Von der Terrasse aus, die einmal um das architektonische Meisterwerk herumführt, hat man einen großartigen Blick über die Stadt und auch das Innere des Gebäudes ist wirklich beeindruckend. Bis 19 Uhr hatten wir dann Freizeit, um nochmal das zu tun, worauf wir Lust hatten. Die meisten tobten sich im Jumphouse, einem Trampolinpark mit großer Sprungfläche, Basketballkörben, einem Ninja-Parkour, „Battel-Arenen“ (in denen man zum Beispiel versuchte, sich gegenseitig mit der Hilfe von gepolsterten Schlägern in eine Schaumstoffgrube zu befördern) und Trampolin-Völkerball-Feldern. Besonders bei letzterem lieferten wir uns erbitterte, aber vor allem sehr lustige Kämpfe. Die, die nicht mit in die Trampolinhalle wollten, besuchten übrigens eine Kunstaustellung. Als wir dann wieder im Hostel ankamen, wartete schon ein gemeinsames Abschluss-Abendessen auf uns. Bei Hot-Dogs und Kräuterbaguette, die die Lehrer zusammen mit ein paar Schülern extra gekauft und zubereitet hatten, tauschten wir uns unter viel Gelächter über die vergangenen Tage aus und freuten uns schon auf das, was heute Abend noch kommen würde. Am letzten Abend in Hamburg sollte es nämlich noch einmal interessant werden. Mit der Bahn fuhren wir bis zur Haltestelle St. Pauli und als wir den Bahnhof verlassen hatten, lag sie auch schon vor uns, die berühmte Reeperbahn. Gemeinsam gingen wir die bunte Straße entlang, an der großen Freiheit, dem Beatles Platz und vielen anderen Clubs vorbei, bis wir schließlich wieder an der U-Bahn ankamen und gut gelaunt, aber schon ein bisschen wehmütig durch das nächtliche, wunderschön beleuchtete Hamburg in unser Zuhause der letzten Tage zurückkehrten. Erschöpft, aber immer noch aufgedreht, verbrachten wir den Abend noch einmal zusammen. Wie spät es war, als dann auch die letzten von uns ins Bett gingen, erzähle ich dennoch lieber nicht … ;). Nur so viel, wir waren am letzten Morgen in Hamburg alle fähig, die Augen offen zu halten.                                                                                                                                                                                                                                             

 Viel Zeit zum Ausruhen nach dem Frühstück gab es sowieso nicht mehr, denn um 10:20 Uhr sollte schon der erste Rückwegs-Zug losfahren. Knapp erreichten wir diesen sogar noch und ließen uns erst einmal geschafft von dem Marsch vom Hostel zum Hauptbahnhof auf unsere Plätze, auch Gepäckablage oder Treppe genannt, fallen.Es folgten einige Male Umsteigen von Bahn zu Bahn, zum Bus und wieder zur Bahn, einige Songs auf Spotify, Folgen einer Serie, Kapitel eines Hörspiels, Seiten eines Buches oder auch Runden eines Kartenspiels,später kamen wir dann nach rund viereinhalb Stunden in Neubrandenburg an, wo wir uns ins Wochenende verabschiedeten.       

 

Von Seiten der Klasse 10a und 10b war diese Klassenfahrt, die für uns auch eine Abschlussfahrt darstellte, ein voller Erfolg. Wir hatten viel Spaß, haben sehr viel erlebt und konnten eine Menge neuer Erfahrungen und Erinnerungen sammeln. Danke vor allem an Frau Kupfernagel und Frau Westpfahl, die die Organisation dieser Reise übernommen und uns so erst dieses tolle Erlebnis ermöglicht haben. :)

 

Auf jeden Fall ist Hamburg eine Reise wert.Vielleicht bekommt ihr auch Lust,eure Abschlussfahrt in die Hansestadt zu machen.