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Verrückte Osterbräuche aus aller Welt

Jetzt ist es nicht mehr ganz so lange bis zu den nächsten Ferien und natürlich wissen wir auch alle, was am 21. April ist! Klar, Ostersonntag, und dieser wird in Deutschland traditionell mit Ostereiersuche und Festessen gefeiert. Aber wisst ihr eigentlich, wie die Oster- und Karnevalszeit in anderen Ländern auf der Welt aussieht? Was ist zum Beispiel ein Pancake Race, wer macht zu Ostern eine Eierschlacht und warum werden in Irland nach der Fastenzeit Heringe begraben? Wenn ihr euch so etwas schon mal gefragt habt, dann seid ihr in diesem Artikel genau richtig!

 

1.    Das Pancake Race in England

 

Jedes Jahr am Fastnachtsdienstag geht es in den Straßen von Olney in Buckinghamshires heiß her, denn dann beginnt das Pancake-Rennen: Bei diesem Event treten die Frauen des Ortes mit Pfanne und Küchenschürze „bewaffnet“ gegeneinander an. Es gilt mit diesen Pfannen, in denen sich dann jeweils ein Pancake befindet, eine 380 m lange Strecke zurückzulegen. Das Rennen beginnt traditionell am Marktplatz von Olney und endet an der Kirche St. Peter and St. Paul. Dort findet im Anschluss an den Wettstreit auch jedes Jahr ein Gottesdienst statt.

Ihren Ursprung hat die Tradition übrigens in einer Legende aus dem Jahr 1445. Am Fastnachtsdienstag 1445 war nämlich eine Hausfrau aus dem Städtchen so vertieft ins Pfannenkuchenbacken (engl. Pancake), dass sie die Kirchenglocken überhörte, die zum Gottesdienst schlugen. Als sie diese letztendlich doch noch bemerkte, war es schon fast zu spät, um pünktlich zum Gottesdienst zu erscheinen. Deshalb lief die Frau laut Legende in Küchenschürze und mit der Pfanne in der Hand zur Kirche.

Seitdem wird das als Wettlauf jährlich durchgeführt und die Siegerin bekommt sogar einen Preis: einen Kuss vom Kirchdiener, einen Pokal und eine neue Bratpfanne!

Die Rekordzeit für die 380 m lange Strecke beträgt übrigens 55 Sekunden und wurde 2016 aufgestellt.

 

2.   Eierschlacht in Bulgarien

 

Es ist Ostersonntag in Bulgarien. Der Gottesdienst wird gerade abgehalten und alles ist friedlich und ruhig. Doch sobald in der Kirche das letzte „Amen“ gesprochen und die Kirchentüren wieder geöffnet wurden, geht es los. Eier fliegen durch die Luft und lassen nicht nur die Beteiligten, sondern auch die Kirchenmauern nicht sauber. Doch das eigentliche Ziel ist es nicht, jemanden oder etwas zu treffen, sondern dass die Eier, nachdem sie geworfen wurden, nicht zerbrechen. Schafft man das, wird man nach dem Glauben der Bulgaren mit einem erfolgreichen neuen Jahr bzw. mit dem Ruf als erfolgreichstes Familienmitglied im nächsten Jahr belohnt.

Die Eier müssen übrigens vorher rot gefärbt werden, das steht nämlich für das Blut Jesu, und nach dem Färben wird von der Familienältesten allen Kindern mit einem von den roten Eiern über den Kopf gestrichen. In Bulgarien gilt das als Segnung der Kinder und soll für Gesundheit und Stärke sorgen.

 

3.   Heringsbegräbnisse in Irland

 

Auch auf der irischen Insel gibt es einen für uns skurrilen Osterbrauch. Am Ostersonntag werden nämlich in einigen Orten Heringe begraben. Die Fische werden bei diesen Begräbnissen von den Leuten auch zu Grabe getragen.

Das Ganze ist ein Zeichen für das Ende der Fastenzeit, in der sehr viel Hering gegessen wird, und ist meistens von dem jeweiligen ortsansässigen Metzgern organisiert.

 

 

 

Das war mal ein kleiner Einblick in die Osterzeit anderer Länder, und egal wie ihr Ostern feiern werdet, genießt die Zeit und natürlich die Ferien!

 

Viel Glück bei der Eiersuche wünscht euch das Team der Schülerzeitung!