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Die Olympischen Winterspiele 2018

 

Wenn ganze Nationen aus aller Welt gebannt vor dem Fernseher sitzen, um ihr Team anzufeuern und sie vor lauter Spannung nichts mehr auf ihren Sitzen hält, läuft entweder gerade die Fußballweltmeisterschaft oder es ist wieder einmal Zeit für die Olympischen Spiele.

Vom 9. Februar bis zum 25. Februar 2018 hielt die ganze Welt den Atem an, als ihre Spitzenkandidaten in Pyeongchang um die heiß begehrten Medaillen kämpften. Am Ende schnitt Norwegen mit insgesamt 39 Medaillen am besten ab. Dicht gefolgt von dem deutschen Team, das zwar wie die Norweger 14 goldene, aber leider nur 10 statt 14 silberne Medaillen gewann. Kanada erkämpfte sich 11 goldene Medaillen und ist damit insgesamt auf dem dritten Platz gelandet.

Mit oftmals mehr als 30% Marktanteil sprechen die Einschaltquoten der ARD und des ZDF für die Spiele und zeigen, dass selbst nach fast 100 Jahren die Begeisterung nicht nachgelassen hat. Nun geht es bei einem so großen Event nie nur um den Sport. Natürlich wollte Südkorea zeigen, dass es ein großartiges und modernes Land ist. Auch

 

viele politische Ereignisse begleiteten die Wettkämpfe.

Wie zum Beispiel, dass Kim Yo-jong, die Schwester vom nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un, dem Präsidenten von Südkorea Moon Jae, die Hand schüttelte und es erstmals seit 1948 eine gemeinsame Mannschaft gab. Durch diese Gesten gibt es nun Anlass zur Hoffnung, dass sich der Korea- Konflikt etwas entschärft und es zwischen den beiden Staaten weitestgehend friedlich bleibt.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Olympischen Spiele ist natürlich die Eröffnungsfeier und das damit verbundene Entfachen des olympischen Feuers. Diese Flamme darf während der Spiele nicht erlöschen, denn während die Fackel brennt, sollen alle Völker ihre Streitigkeiten ruhen lassen, so dass der Fokus auf eine friedliche Durchführung der sportlichen Wettkämpfe gelegt werden kann. Aber das Entfachen des Feuers war nicht das einzige Highlight dieses Abends, auch die Showeinlagen, die die Geschichte Südkoreas mit Hilfe alter und neuer Techniken erzählten und dabei von traditioneller und moderner Musik begleitet wurden, waren beeindruckend, wenn auch für uns Europäer manchmal etwas ungewöhnlich. Auch der Einmarsch der Athleten war wieder ein besonderer Moment. Angeführt von den griechischen Sportlern, die als Ursprungsland der Spiele als erstes Einlaufen durften, folgten die anderen Nationen nach dem südkoreanischen Alphabet geordnet, ehe sie auf der Tribüne Platz nahmen, um den weiteren Verlauf zu betrachten.

Die Krönung aber waren die 1200 Drohnen, die den Nachthimmel über dem Olympiastadion erleuchteten und die olympischen Ringe wie Sterne funkeln ließen. Dieses beeindruckende Schauspiel gab es noch nie in solch einer Größenordnung, wofür es einen offiziellen Weltrekord gab.  Auch die Abschlussfeier, bei der die olympische Fackel gelöscht und die Spiele offiziell für beendet erklärt wurden, war beeindruckend. So wurde erneut ein wilder, aber gelungener Mix aus Tradition und Moderne präsentiert. Dieser Kontrast machte sich besonders in der Musik bemerkbar. Auch Drohnen kamen wieder zum Einsatz und sorgten erneut für Erstaunen.

Durch diese beeindruckenden Bilder hätte man die Olympischen Spiele auch für eine Technikmesse halten können, bei der die neusten Technologien und Entwicklungen präsentiert werden. So wurde dieses Jahr die sogenannte 5G-Technologie eingesetzt, die einen weiteren Meilenstein in der Vernetzung und Weiterentwicklung der Technologie markiert. Auch die Kamerabilder waren besonders hochauflösend. Aber das ist nicht die einzige Besonderheit. Auch 360 Grad Kameras wurden eingesetzt, sodass der Zuschauer zu Hause noch näher mit dabei sein konnte. Zusätzlich entwickelte man eine völlig neue Kamera, die zum Beispiel beim Biathlon eingesetzt wurde und nicht wie üblich neben den Sportlern herfährt, sondern an Seilen befestigt war und so den Boden nicht berühren musste, weshalb sie auch die Bahnen kreuzen konnte.

Man kann also sagen, dass Südkorea seinen Titel als eines der modernsten Länder gut verteidigt hat und durch die Winterspiele der ganzen Welt zeigen konnte, was alles in diesem kleinen Land steckt.

Die 23igsten Olympischen Winterspiele haben sich jetzt schon in das kollektive Sportgedächtnis der Weltbevölkerung gebrannt und neue Maßstäbe gesetzt. Bleibt nur zu hoffen, dass die nächsten Sommerspiele in Tokio 2020 und die Winterspiele 2022 in Peking genauso erfolgreich werden.  

 

 

 

Quelle: https://www.swr.de/blog/1000antworten/antwort/17730/stehen-die-farben-der-fuenf-olympischen-ringe-fuer-bestimmte-kontinente/