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Polenaustausch 2017

Polenaustausch 2017

 

Einigen Schüler unserer Schule besuchten, wie seit einigen Jahren schon, Schüler aus unserer polnischen Parnerschule. Hier ein paar Bilder von diesem schönen Erlebnis.

 

 

 

 

 

 

Polenaustausch  - ein kleiner Bericht

Vom 8.6 bis zum 14.6.2017 fand der zweite Teil des Schüleraustausches mit unserer Partnerschule in Koszalin statt. Jetzt waren wir an der Reihe und traten unsere Reise nach Polen voller Vorfreude an.

Donnerstag:

Das Abenteuer begann am Donnerstag dem 8.6.2017. Wir trafen uns am Bahnhof in Neubrandenburg. Die Reise verlief ohne Probleme auch das Umsteigen in Stettin hat gut geklappt. Als wir in Koszalin angekommen sind, haben unsere Austauschschüler schon mit ihren Familien auf uns gewartet. Nachdem wir uns von unseren Begleitpersonen Frau Vater und Frau Kupfernagel abgemeldet hatten, machten wir uns auf zu unserem Wohnort für die Woche. Dort haben wir uns eingerichtet und die Zeit genutzt, um die Gastfamilien besser kennenzulernen, Gastgeschenke zu überreichen und uns mit unseren „Polen“ auszutauschen. Dies geschah größtenteils in Englisch, was am Anfang noch einige Probleme bereitete, nach einiger Zeit jedoch gut funktionierte.

Freitag:

Am Freitag stand dann unser erster Projekttag an. Wir trafen uns um 8 Uhr in dem Gymnasium unserer Gastgeber und gestalten Wimpel. Bei der Gestaltung sollten wir das zum Ausdruck bringen, was wir mit dem Austausch verbinden. Als alle fertig waren, unterschrieben wir auf allen Wimpeln, um ein Andenken an alle Teilnehmer zu haben. Danach stiegen wir in einen der Stadtbusse und fuhren zur Sternwarte in Koszalin. Dort schauten wir uns als erstes einen kurzen Film an, der uns das Universum und seine Größe sowie seine Bestandteile erklärte. Danach erklärte uns einer der Angestellten einige der Teleskope, die dort standen, jedoch durften wir durch keines hindurchschauen. Das Übersetzen vom Polnischen ins Deutsche stellte bei dieser Station ein Problem dar, weil auch die polnischen Deutschlehrer wissenschaftliche Begriffe oft nicht in Deutsche übersetzen konnten, aber Ewa half uns. Um 12 Uhr verließen wir die Sternwarte und machten uns zu Fuß auf zu einem Restaurant in dem wir ein typisch polnisches Essen probierten. Als alle satt waren, ging es zum Bowlen. Eigentlich wollten wir in den Kletterpark gehen, der war aber geschlossen, dies war vielleicht auch besser so, denn an diesem Tag war es sehr heiß und wir waren froh, als wir im Bowlingcenter ankamen. Nach einer Stunde bowlen, stiegen wir wieder in einen Bus und fuhren zum Krankenhaus. Dort wurden wir durch die 1912 gegründete Einrichtung geführt und haben dabei einiges über die Geschichte des Krankenhauses und Koszalins erfahren. Nachdem wir mit der Führung fertig waren, gingen einige noch ein Eis essen.

Samstag:

Am Samstag hatten wir nicht so viel Glück mit dem Wetter, es hat den ganzen Vormittag geregnet. Da war es praktisch, dass wir bis um 10 Uhr in einem Bus nach Łeba saßen. Dort angekommen, war unsere erste Station das Schmetterlingsmuseum. Auch wenn es nur aus zwei Räumen bestand, konnte man über 3000 verschiede Schmetterlinge und Insekten betrachten. Unsere nächste Station war das Illusionen Haus. Auch dieses war wieder sehr klein, jedoch waren auf dem kleinem Raum viele schöne Illusionen zu sehen. Das Highlight an diesem Tag war aber die Wanderung zu und auf den Wanderdünen. Man kann sich nicht vorstellen, dass die riesigen Sandmengen sich Jahr für Jahr durch die Landschaft wälzen und dabei alles gnadenlos unter sich begraben. Zum Glück hatte es am Vormittag geregnet, dadurch ist uns der Sand nicht um die Ohren geflogen. Wir verbrachten circa eine Stunde auf den Dünen und am Strand. Danach ging es wieder zu unserem Bus. Dabei muss man erwähnen, dass der Weg vom Bus zu den Dünen rund 5 Kilometer lang ist. Gegen 18 Uhr saßen wir alle wieder im Bus und waren froh, dass wir unsere müden Füße etwas ausruhen konnten. Um 21 Uhr sind wir dann wieder in Koszalin angekommen.

Sonntag:

Der Sonntag war ein Tag mit der Gastfamilie. Also mussten wir uns selber um eine Beschäftigung kümmern. Da kam meiner „Polin“ die Idee Lasertag zu spielen. Vier weitere „Paare“ haben auch mitgemacht. Am Ende haben wird dann Polen gegen Deutsche gespielt. Und wir haben beide Spiele gewonnen. Die meisten sind mit ihren Gastfamilien an die Ostsee gefahren, da sie sehr nah war und die Sonne schien. Am Abend gingen viele ins Kino, die Filme waren dann natürlich auf Englisch was aber immer noch besser war als polnisch.

Montag:

Am Montag war wieder etwas Kultur an der Tagesordnung. So trafen wir uns um 9 Uhr im Theater und bekamen eine Führung durch das 111 Jahre alte Gebäude. Der Höhepunkt war das Kostümlager, in dem wir die vielen, unterschiedlichen Hüte aufprobieren durften. Im Anschluss machten wir einen Rundgang durch die Stadt. Dafür mussten einige der polnischen Austauschschüler Texte auf Deutsch über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Koszalin vorlesen. Danach war auch schon wieder Mittagszeit. Diesmal gab es Pizza in einem sehr schönen italienischen Restaurant. Die aufgenommene Energie konnten wir nach dem Essen gleich wieder verbrennen. Denn wir gingen in den Flypark. Nachdem wir eine Stunde warten mussten, haben die Angestellten einige Übungen zum Aufwärmen mit uns gemacht. Danach konnten wir loslegen und unsere sportlichen Grenzen austesten. Man mag es gar nicht glauben, aber Trampolin springen ist unglaublich anstrengend. Obwohl wir nach unserem Aufenthalt im Flypark total ausgepowert waren, machten wir mit unseren „Polen“ noch ein paar kleinere Ausflüge. Einige gingen in das große Einkaufszentrum oder sie fuhren an die Ostsee.

Dienstag:

Der Dienstag war der letzte Tag in Polen an dem wir etwas unternehmen konnten. Und zum krönenden Abschluss sind wir nach Kolberg gefahren. Eigentlich wollten wir dort eine Schifffahrt auf der Ostsee machten. Aber die fiel leider buchstäblich in Wasser. Denn der Wind war so stark, dass die Wellen die Anlegestelle überfluteten und sogar einige Bretter zerstörten. Als Entschädigung sind wir dann in ein 6D Museum gegangen. Obwohl ich nicht ganz verstehe, was daran 6D war. Cool war es aber trotzdem. Nach dieser kleinen Geschichtsstunde machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Kolberg. Dort hatten wir eine Stunde Freizeit, um etwas zu essen. Dann ging es wieder zurück nach Koszalin. An diesem Abend hatten wir alle gemixte Gefühle, denn wir freuten uns natürlich schon wieder auf unser zu Hause, aber auf der anderen Seite hatten wir sehr viel Spaß und unsere Gastfamilien waren alle sehr freundlich. Wir wurden gefühlt jede Stunde gefragt, ob wir hungrig wären und ob wir irgendetwas brauchen.

Mittwoch:

Dies war der letzte Tag unseres Abenteuers und wir trafen uns alle am Bahnhof. Zum Abschied gab es einige Geschenke für uns und unsere Familien. Es gab auch viele Umarmungen und sogar einige Tränen. Um 8:30 Uhr fuhr unser Zug aus Koszalin ab und im Gegensatz zur Anreise waren wir diesmal alle sehr ruhig und versuchten etwas zu schlafen. Denn die einzige Sache, die wir in Polen zu wenig bekommen haben, war Schlaf. Vor um 23 Uhr ist fast niemand ins Bett gegangen und auch aufstehen mussten wir früh. Als unser Zug in Stettin angekommen war, ist uns der Zug nach Neubrandenburg vor der Nase davongefahren. Also mussten wir etwas mehr als eine Stunde im Bahnhof ausharren. Als Trost haben Frau Kupfernagel und Frau Vater uns allen ein Eis spendiert und der Eisverkäufer hat uns noch ein großes Gratiseis dazugegeben. Die restliche Zeit haben wir uns mit Skat und Stadt, Land, Fluss vertrieben. Am Ende waren wir gegen 16 Uhr wieder in Neubrandenburg. Damit war der Polenaustausch 2016/17 beendet.

Ich würde jederzeit wieder mitfahren und finde die Möglichkeit, bei so etwas mitzumachen, super. Ich hatte sehr viel Spaß und ich glaube, alle anderen Teilnehmer auch.

Dieses Projekt wurde durch die EU aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, unterstützt (Fonds für kleine Projekte im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VA M/V, Brandenburg/ Polen in der Euroregion Pomerania).